Informationen für den Grunderwerber

Wie erhalten Sie ein Baugrundstück?

durch Kauf eines fertigen Bauplatzes

Grundstückskaufverträge werden vor dem Notar geschlossen. Versichern Sie sich vorweg über die planungs- und baurechtlichen Eigenschaften des Grundstückes. Größe und Art des Bauwerkes sind nämlich in aller Regel dem Bauherren nicht freigestellt. Die Entscheidung ist vielmehr durch vielerlei öffentliche Vorschriften eingeengt (z.B. Bebauungsplan). Lassen Sie sich Art und Maß der baulichen Nutzung - so die Fachleute - erläutern und notfalls bestätigen.

Jenseits Ihrer neuen Eigentumsgrenzen sind Nachbarn. An der Grenze stoßen die Rechte und Pflichten zusammen, die sich aus öffentlichem und privatem Nachbarrecht ergeben (wichtig sind z. B. Abstände und Abstandsflächen). Wenn die Grenzen Ihnen nicht klar sind, hilft das rechtsverbindliche Aufsuchen durch den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (Grenzwiederherstellung).

durch Kauf einer noch zu vermessenden Teilfläche aus einem Grundstück

Auch eine Teilfläche eines Grundstückes kann Gegenstand des notariellen Kaufvertrages sein. In den meisten Urkundenrollen heißt es dann:
"Der Verkäufer verkauft dem Käufer eine noch zu vermessene Teilfläche von ca. ... m2. Mehr- oder Minderfläche werden auf der Basis von ... EUR/m2 ausgeglichen."
Der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI) berät Sie über mögliche Teilungsvarianten. Er prüft, ob die beabsichtigte Grundstücksteilung mit den öffentlichen Vorschriften (z.B. Baurecht, Planungsrecht) im Einklang steht. Die Gemeinde ist mächtig. Sie erläßt nicht nur Bebauungspläne als Satzung, sie hat auch ein Vorkaufsrecht und vielerlei Eingriffsmöglichkeiten bis hin zum Baugebot. Auch dort, wo es keine Bebauungspläne gibt, ist man nicht frei in der baulichen Nutzung des Grundstückes.

durch Bodenordnungsverfahren

Das Baugesetzbuch kennt verschiedene Verfahren wie Baulandumlegung und Grenzregelung. Häufig führen die Eigentümer auch eine freiwillige Baulandumlegung durch, um aus dem Rohbauland Nettobauland herauszuschneiden.

Was darf ein Baugrundstück kosten?

Dies bestimmt in aller Regel der Verkäufer. Grundstückspreise steigen nicht immer! Unterschiedliches Bauland hat auch unterschiedliche Qualität und unterschiedliche Preise. Deshalb sollten bei den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse, bei Kreisen und kreisfreien Städten, die Bodenrichtwerte erfragt werden.

 

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