Umlegungsverfahren

Allgemeines
Städtische Bodenordnungsmaßnahmen haben das Ziel, Eigentumsgrenzen so zu verändern, daß die Grundstücke besser genutzt werden können. Das Baugesetzbuch sieht hierfür vor der Enteignung, die Grenzregelung und die Umlegung. Bei der Grenzregelung werden die Grenzen einige weniger benachbarter Grundstücke geändert. Die Grenzregelung kann von Amts wegen von der Gemeinde durchgeführt werden. Selbstverständlich sind die Betroffenen soweit wie möglich zu beteiligen. Im Gegensatz zur Grenzregelung erfolgt durch eine Umlegung eine völlige Neuordnung der Grundstücke einer größeren Fläche (Baublock). Die Umlegung ist daher wesentlich komplizierter und langweiliger als die Grenzregelung.

Ziel und Zweck der Umlegung
Zweck der Umlegung ist, entweder bisher noch nicht zur Bebauung geeignetes, meist am Ortsrand gelegenes Acker- und Gartenland bebauungsfähig zu machen (Aufschließungsverfahren) oder bereits erschlossenes Bauland (z.B. Ortskerne) Entsprechend der städtebaulichen Planung neu zu ordnen (Neuordnungsumlegung).

Ziel der Umlegung ist es also, neue Baugrundstücke so zuzuschneiden, daß sie nach Lage, Form und Größe für eine zweckmäßige Bebauung geeignet sind.